Wehren arbeiteten Hand in Hand - Schweren Verkehrsunfall im Sittenbachtal simuliert

Geschrieben von HZ(ebo) am .

UNTERKRUMBACH (ebo) - Dunkelheit, Nieselregen, schlechte Sicht, das Autofahren erfordert volle Konzentration und dann plötzlich sieht man schon vom Ortsausgang Kühnhofen, blaue Blinklichter, hell erleuchtete Rettungsfahrzeuge, zwei demolierte Pkw. Es sieht nach einem schweren Verkehrsunfall aus.

Feuerwehrmänner haben die Straße an der Kreuzung nach Unterkrumbach halbseitig abgesperrt und regeln den Verkehr. Was ist passiert? „Es ist nur eine Großübung“, klärt einer der Wehrmänner auf. Doch diese hat es in sich. 85 Rettungskräfte der Feuerwehren Altensittenbach, Kirchensittenbach, Aspertshofen, Kleedorf, Unter- und Oberkrumbach wuseln am vermeintlichen Unfallort herum, den sich die beiden stellvertretenden Kommandanten Andreas Weber aus Altensittenbach und Peter Wattenbach von der Kirchensittenbacher Wehr ausgedacht haben.

Gegen 19 Uhr waren die Feuerwehren und die Schnelleinsatzgruppe des BRK Hersbruck über Sirene oder Meldeempfänger alarmiert worden: Schwerer Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen, vier eingeklemmten Personen und einem Entstehungsbrand an einem Anhänger. „Nur die Kommandanten wussten Bescheid“, berichtet Andreas Weber. Es sollte alles so „echt“ wie möglich ablaufen.

Als erste ist die Feuerwehr Aspertshofen vor Ort. Ihr Kommandant Klaus Ebner hat somit die Aufgabe, sich einen Überblick zu verschaffen und die Einsatzstelle in drei Abschnitte zu untergliedern, nämlich erster Pkw, zweiter Pkw und brennender Anhänger. Die nacheinander anrückenden Wehren werden dementsprechend aufgeteilt.

Während die einen den Verkehr absichern, legen die anderen eine Schlauchleitung vom nahen Sittenbach, um den Brand zu löschen. Am schwersten haben es die Personenretter, die sich mit Spreizgeräten an die Autos machen und die Türen aufbrechen, um die verletzten Personen, eindrucksvoll gespielt von Jugendfeuerwehrlern, zu bergen. Um die Erstversorgung kümmern sich die Sanitäter. Die Rettungskräfte arbeiten Hand in Hand.

Bei der abschließenden Brotzeit im Altensittenbacher Feuerwehrhaus äußern sich Kreisbrandinspektor Holger Herrmann, Kreisbrandmeister Kay Marienfeld und Organisator Andreas Weber mehr als zufrieden über den Ablauf dieser Großübung. „Es ist gut zu wissen, dass im Ernstfall auch auf die kleineren Wehren Verlass ist“, resümiert Weber.