Eine Entscheidung für die Zukunft

Geschrieben von Hersbrucker Zeitung am .

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Feuerwehrhaus in Altensittenbach wir vergrößert – Einstimmigkeit im Stadtrat – Bisheriges Gebäude zu klein und nicht mehr zeitgemäß

Hersbruck/Altensittenbach – „Es ist eine Entscheidung für unser aller Sicherheit“, begrüßte zweiter Bürgermeister Peter Uschalt die Planungen. Einstimmig fiel dann auch die Entscheidung im Bauausschuss des Hersbrucker Stadtrates, das Altensittenbacher Feuerwehrhaus „Am Spessart“ deutlich zu erweitern. „Es ist erfreulich, dass in dem Gebäude so viele Spinde benötigt werden, dass es nicht mehr ausreicht“, sagte Rathauschef Robert Ilg. Zu den Kosten liegt bislang nur eine Schätzung vor.

Über 60 Einsatzkräfte leisten den ehrenamtlichen Dienst bei den Altensittenbacher Floriansjüngern. Irmgard Raum strich heraus, dass neben einer Jugendgruppe auch eine Kinderfeuerwehr aufgebaut wurde und beim alljährlichen Tag der offenen Tür Anfang September mit ihrer Vorführung immer für ein Highlight sorgt. Heuer haben die Mädchen und Jungen mit Bobycars eine Rettungsgasse auf der Autobahn gezeigt.

Das Feuerwehrhaus wurde 1997 eingeweiht. Stadtbaumeister Lothar Grimm erläuterte, dass sich seitdem etliche Vorschriften geändert hätten und die Räumlichkeiten anzupassen seien. Außerdem wurde die Ausstattung um Anhänger ergänzt, weil sich auch das Aufgabengebiet der Retter stetig erweitert. Dadurch reicht der Platz in der Fahrzeughalle kaum noch. Lothar Grimm wies darauf hin, dass anders als vor 20 Jahren die Feuerwehr „weiblicher“ geworden sei. Es gibt in Altensittenbach aber noch keine Duschen und getrennte Sanitärräume.

Lothar Grimm plant, das Haupthaus zu erhalten und auf einem inzwischen gekauften Grundstück im Osten eine Fahrzeughalle zu flankieren. Die anderen Räumlichkeiten sollen im Norden angegliedert werden. Das Konzept braucht das Okay der Regierung von Mittelfranken Die Kosten schätzt Lothar Grimm auf rund 650 000 Euro. Der Stadtbaumeister sagte, dass die Wehr im Jahr 1997 die Ausgaben durch hohe Eigenleistungen etwa um die Hälfte reduzieren konnte. Ein ähnliches Signal haben die Altensittenbacher für die anstehende Erweiterung bereits gesendet.

Guido Schmidt, Irmgard Raum, Peter Uschalt und Dr. Ulrike Eyrich sprachen sich als Sprecher aller vier Fraktionen für das Vorhaben – „ein dem Stand der Zeit genügender Stützpunkt“ – aus. Norbert Thiel meldete sich als Stadtrat und Kreisbrandrat zu Wort. Seit fast 150 Jahren leisten die Altensittenbacher Einsatzkräfte permanent, unaufgefordert, ehrenamtlich und mit hohem Pflichtbewusstsein ihren Dienst, sagte er. Peter Uschalt warf noch einen Blick in die Zukunft. Bereits jetzt habe das Feuerwehrhaus mangels Gaststätten eine Funktion als Dorfmittelpunkt. Dies ließe sich durch eine gestalterische Aufwertung der nahen Hirtenfurt noch verstärken.


Bericht: Hersbrucker Zeitung

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