24 Stunden-Feuerwehr-Tag

Geschrieben von Stefan Neuner am .

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Am vergangenen Wochenende fand für die Jugendlichen der Feuerwehr Altensittenbach wieder der 24-Stunden-Feuerwehr-Tag auf dem Übungsplan. Von Samstag auf Sonntag bot sich den Jugendlichen die Möglichkeit eine 24-Stunden-Schicht ähnlich eines Tagesablaufs einer Berufsfeuerwehr zu absolvieren.


Zum Dienstbeginn um 10 Uhr, konnte Jugendwart Markus Werthner sieben Jugendliche im Schulungsraum begrüßen. Es wurde der Dienstplan besprochen und die Funktionen für die kommende „Schicht“ eingeteilt. Nach der Prüfung der Einsatztauglichkeit von Fahrzeugen und Schutzausrüstung stand der Ausbildungspunkt „Gerätekunde“ auf dem Plan.
Die Jugendlichen mussten Gerätschaften zuordnen und deren Funktion benennen. Allerdings wurde die Ausbildungseinheit durch den Einsatzgong vorzeitig unterbrochen und so hieß es für die Teilnehmer: HLF besetzen und ausrücken zur „ Eingeklemmten Person“. Mit dem Hebekissen, Büffel und Unterbaumaterial musste eine Person, die unter einem Baumstamm lag, befreit werden.
Nach dem Einsatzende ging es mit hungrigen Mägen zurück zum Gerätehaus und es wurde gemeinsam das Mittagsessen zubereitet.
Nach der wohlverdienten Mittagspause standen einige Arbeitsdienste an. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde die Fahrzeughalle gereinigt und Arbeiten rund ums Gerätehaus erledigt.
Erst sah es für die Jugendlichen nach einem entspannten Nachmittag aus. Der Einsatzgong und Einsatzbefehl „Brand eines Nebengebäudes“ machte allerdings allen einen Strich durch die Rechnung. Auf der Anfahrt zum „Einsatzort“ konnte man schon auf Höhe des B14-Kreisverkehrs eine starke Rauchentwicklung auf dem Gelände der Kläranlage wahrnehmen. Beim Eintreffen stand ein Holzstoß im Vollbrand und die Jugendlichen begannen mit einem Löschangriff das Feuer zu bekämpfen.
Nachdem das Feuer gelöscht war und letzte Glutnester beseitigt wurden, konnte die Besatzung einrücken und das Fahrzeug wieder einsatzbereit machen.
Kaum fertig, ging der Gong erneut und die Löschgruppe wurde mit dem Stichwort „Öl auf Gewässer“ an den nahen Sittenbach gerufen. Aus einem Fass lief „Öl“ in das Gewässer. Die Aufgabe des Einsatzes war es, eine Ölsperre zu errichten und Öl abzuschöpfen.
Nach gut einer Stunde Ölsperre aufbauen und abschöpfen, entschied der Einsatzleiter die Ölsperre bis zum Sonntag im Bach zu lassen um weitere Restmengen des Öls aufzuhalten.
Bevor es wieder ins Gerätehaus ging, kontrollierte die Gruppe bei einer Brandnachschau nochmal den Einsatzort an der Kläranlage.
Zum Abendessen gab es, zur Stärkung für eventuell weitere Einsätze, dann Steaks und Bratwürste vom Grill. Danach ließ ein weiteres Einsatzszenario nicht lange auf sich warten. Mit dem Stichwort „Papagei auf Baum“ wurden die Feuerwehrler Richtung Lindelberg gerufen. Ein „Papagei“ klemmte mit dem Kopf in einer Astgabel und musste mittels Steckleiter gerettet werden.
Das Abendprogram gestalteten die Feuerwehranwärter dann mit Kartenspielen und Scharade. Um 23.15 Uhr hieß es dann Bettruhe und es dauerte für die Betreuer noch eine Gefühlte Ewigkeit, bis im Schlafraum dann endlich Ruhe einkehrte.
An eine ruhige Nacht war nicht zu denken. Um 01:15 Uhr riss der Einsatzgong die Jugendlichen aus dem Schlaf. „Einsatz für das HLF, eine vermisste Person“ lautete die Einsatzmeldung. Nach einer kurzen und erfolgreichen Suchaktion im Wald, fielen die Jugendlichen erschöpft auf ihre Feldbetten im Schulungsraum. Um kurz nach 7 Uhr hieß es dann noch einmal „Einsatz für das HLF“. Der Einsatz in einer nahe gelegenen Bäckerei stellte sich allerdings als Fehlalarm heraus. Allerdings wurden dann vor Ort gleich die Brötchen für das gemeinsame Frühstück eingekauft.
Um 10 Uhr endete dann der lange Einsatz- und Übungsmarathon.

Wir bedanken uns bei den Jugendwarten Markus Werthner und Carolin Grötsch und den zahlreichen Helfern für die Vorbereitung und Durchführung des 24 Stunden-Feuerwehr-Tags.